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Dachverband der Selbsthilfe-Gruppen für Schilddrüsenkranke und deren Angehörigen
Mitglied der Thyroid Federation International (TFI)

Broschürenüberblick

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Folgende Broschüren können bei uns bestellt werden:

Materialbestellliste.pdf
Schilddrüsenerkrankungen - Übersicht
Struma nodosa - Schilddrüsenknoten
Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto)
Morbus Basedow
Schilddrüsenoperationen
Schilddrüsenkrebs
Nebenschilddrüsenerkrankungen
Schilddrüsenkrankheiten bei Kindern
Perniziöse Anämie / Vitamin B 12 Mangel
Endokrine Orbitopathie
Radiojodtherapie
Wechselwirkungen von Medikamenten
Schilddrüsenpass

Struma Nodosa - Schilddrüsenknoten

Struma bezeichnet die vergrößerte Schilddrüse, Nodus ist lateinisch und heißt Knoten. Hinter der Diagnose Struma nodosa verbirgt sich daher eine knotige Schilddrüsenver- änderung. Schilddrüsenknoten sind in Deutschland sehr häufig, wobei Frauen etwas häufiger als Männer betroffen sind. Man unterscheidet die Schilddrüsenknoten in Abhängigkeit von ihrer Fähigkeit, Schilddrüsenhormon zu bilden, in heiße und kalte Knoten. Die Schilddrüsenhormon bildenden heißen Knoten werden auch autonome Adenome genannt. Auch Schilddrüsenkarzinome stellen sich als Schilddrüsenknoten dar, wobei jedoch die Mehrzahl der Schilddrüsenknoten gutartig ist. Schilddrüsenknoten können duch Beschwerden im Halsbereich auffallen.Oft werden sie auch als Zufallsbefund bei einer Schilddrüsen-Ultraschalluntersuchung entdeckt.

Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto)

Die Autoimmunthyreoiditis ist eine Schilddrüsen-Erkrankung, die durch eine Vermehrung von Entzündungszellen in der Schilddrüse charakterisiert ist. Dabei kann die Schilddrüse durch die Ansammlung von Entzündungszellen wachsen, dann spricht man von der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis, auch hypertrophe Autoimmunthyreoiditis genannt. In Deutschland ist die atrophe Autoimmunthyreoiditis wesentlich häufiger. Hierbei führt die Entzündung zu einem Untergang von Schilddrüsenzellen, so dass die Schilddrüse immer kleiner wird und gelegentlich nach längerem Verlauf vollständig verschwindet. Zu Beginn der Erkrankung kann in einigen Fällen eine milde Schilddrüsen-Überfunktion vorliegen, diese ist durch die Freisetzung von Schilddrüsenhormon aus untergehendem Schilddrüsengewebe erklärt. Im weiteren Verlauf kommt es typischerweise zu einer Unterfunktion der Schilddrüse, wenn nicht mehr genügend Schilddrüsenhormon-bildende Zellen erhalten sind. Oft verläuft die Erkrankung unbemerkt über Jahre, insbesondere wenn noch keine oder nur eine milde Schilddrüsen-Unterfunktion besteht.

Morbus Basedow

Der Morbus Basedow trägt seinen Namen nach dem Erstbeschreiber dieser Erkrankung der von 1799 bis 1854 lebte. Herr Dr. Basedow beschrieb die Kombination einer Schilddrüsenvergrößerung, einhergehend mit Herzrasen und hervortretenden Augen. Heute wissen wir, dass der Erkankung eine Fehlsteuerung im Immunsystem zu Grunde liegt, wodurch es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen kann. Diese bedingt das Herzrasen und auch andere Symptome der Schilddrüsenüberfunktion. Die Augensymptome sind ebenfalls durch eine Fehlregulation im Immunsystem bedingt. Durch die heute besseren diagnostischen Möglichkeiten kann die Diagnose auch gestellt werden, wenn nicht alle Symptome vorliegen.

Schilddrüsenerkankungen bei Kindern

Auch Kinder können an Funktionsstörungen der Schilddrüse erkranken. Unerkannt bergen diese Risiken für ihre weitere Entwicklung. Schon von Geburt an können Schilddrüsenfunktionsstörungen auftreten.

Perniziöse Anämie / Vitamin B 12-Mangel

Unter perniziöser Anämie versteht man eine Verminderung der roten Blutkörperchen in Folge eines Vitamin B12 –Mangels. Zu einem Vitamin B12 –Mangel kommt es besonders häufig bei einer autoimmunen Entzündung der Magenschleimhaut. Diese Magenschleimhautentzündung wird auch chronisch atrophische Gastritis genannt. Bei dieser Form der Magenschleimhaut- entzündung finden sich Antikörper gegen bestimmte Zellen der Magenschleimhaut (Parietalzell-Antikörper) sowie gegen einen bestimmten, von diesen Zellen gebildeten Eiweißstoff (Intrinsinc-Faktor-Antikörper). Diese Antikörper findet man überzufällig häufig bei Personen, die auch an einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis) leiden.

Endokrine Orbitopathie

Die Endokrine Orbitopathie (EO) ist eine Entzündung der Gewebe in und um die Augenhöhle, die zusammen mit einer bestimmten Autoimmunerkrankung der Schilddrüse (Morbus Basedow) auftritt. Allerdings kann die Entzündung der Augenhöhle auch der Entzündung der Schilddrüse vorausgehen oder, was etwas häufiger ist, erst nach Diagnose der Schilddrüsenerkrankung beginnen. Durch die Entzündung in der Augenhöhle können die Augäpfel nach vorne hervortreten (Exopthalmus), was der Volksmund früher auch ‚Glotzauge’ genannt hat. Außerdem kann die Entzündung auch die Augenlider erfassen und es kann es hier zu einem gestörten Lymphabfluß kommen, so dass eine starke Schwellung der Augenlider entsteht.

Radiojodtherapie

Bei der Radiojodtherapie handelt es sich um ein seit Jahrzehnten etabliertes Verfahren zur Behandlung bestimmter Schilddrüsenkrankheiten. In Deutschland werden jährlich etwa 60.000 Radiojodtherapien durchgeführt. Aufgrund der Vorschriften des Strahlen- schutzes erfolgen diese Behandlungen stationär, da nur so eine verlässliche individu- elle Behandlungskontrolle möglich ist und die Einleitung radioaktiver Abwasser in die öffentliche Kanalisation vermieden werden kann. Die Behandlung erfolgt durch Einnahme eines Radioisotops, meist als Kapsel oder Flüssigkeit. Bei diesem Jodisotop handelt es sich physikalisch um eine Substanz, die elektrisch geladene Teilchen (Elektronen) mit hoher Energie aussendet. Da Jodisotope in der Schilddrüse konzentriert werden, gelingt es dadurch, Schilddrüsenzellen im Hinblick auf Funktion und Stoffwechsel auszuschalten.

Schilddrüsenoperationen

Viszeralchirurgen führen in Deutschland pro Jahr ca. 100.000 Tausend Operationen an der Schilddrüse durch. Die Eingriffe erfolgen heute grundsätzlich in Vollnarkose. Als Beweis für den hohen allgemeinen Sicherheitsstandard von Schilddrüsenoperationen gilt die extrem niedrige Operationssterblichkeit zwischen 0-0,05 %. Diese hohe Sicherheit gilt auch für Patienten im 8-9. Lebensjahrzehnt. Neben dem allgemeinen Operationsrisiko gibt es zusätzlich eingriffsspeziell typische Komplikationen, die in Abhängigkeit von der Grunderkrankung, Erst- oder Mehrfach- eingriff und dem geplanten Resektionsausmaß variieren. Am niedrigsten ist das jeweilige spezifische Operationsrisiko, wenn der erfahrene Schilddrüsenchirurg den Eingriff durchführt. Deshalb wird der Hausarzt Operation und Klinik nur dann empfehlen, wenn die erwarteten Vorteile der Operation mögliche Nachteile überwiegen.

Schilddrüsenkrebs

Knotige Schilddrüsenveränderungen sind in Deutschland sehr häufig, nur in wenigen Fällen verbirgt sich dahinter eine bösartige Erkrankung. Für den betroffenen Patienten ist die Diagnose Schilddrüsenkrebs jedoch immer ein Schicksalsschlag. Ohne die Erkrankung verharmlosen zu wollen, ist jedoch festzustellen, dass es sich bei der Mehrzahl der Patienten, die an Schilddrüsenkrebs leiden, heutzutage um eine heilbare Erkrankung handelt. Zur Einschätzung ist jedoch die genaue Diagnose-Stellung unerlässlich, da es verschiedene Formen von Schilddrüsenkrebs gibt, die auch unterschiedlicher Behandlungen bedürfen. Am häufigsten ist das sogenannte papilläre Schilddrüsenkarzinom, gefolgt von dem follikulärem Schilddrüsenkarzinom. Diese, zusammengefasst auch differenzierte Schilddrüsenkarzinome genannt, Tumore sollen deshalb den Schwerpunkt dieser Broschüre darstellen.

Nebenschilddrüsenerkrankungen

Der wesentliche Sinn und Zweck der Nebenschilddrüsen ist die Kontrolle des Blut- serumkalziumspiegels innerhalb eines relativ schmalen Normbereichs (4 bis 5,2 mval/l).

Damit kontrollieren sie auch den Kalziumgehalt der Knochen und deren Stärke und Dichte. Obwohl die Nebenschilddrüsen ganz eng an der Schilddrüse liegen, haben sie eine völlig andere Funktion als Schilddrüsen.

Wechselwirkungen von Medikamenten

Einige Stichpunkte aus dem Inhalt:

Wechselwirkungen mit oralen Antikoagulantien,
Abschwächung der Jodaufnahme und Jodlagerung,
Wechselwirkungen mit Einfluss auf den Blutzucker,
Wechselwirkungen von Thyreostatika untereinander,
Wechselwirkung mit Herzglykosiden
Verminderte Aufnahme von Schilddrüsentherapeutika
Wirkungsverstärkung oder -abschwächung von Thyroxin und Liothyronin.

 

Weitere Informationsmerkblätter

Schilddrüsen-Liga-Kurzportrait
Schilddrüsen-Check / Kleiner Test
Schilddrüsen-Organmanifestationen / Symtome
Schilddrüsen-Laboruntersuchungen
Schilddrüsen-Liga-Faltblatt (Flyer)

Im Rahmen einer Broschüren-Bestellung ist je ein Exemplar dieser Blätter kostenlos. Bei größeren Mengen bitten wir um Rücksprache in der Geschäftsstelle.

 

Broschüren-/Schilddrüsenpassbestellung

Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V.
Johanniter GmbH, Waldkrankenhaus
Waldstraße 73, 53177 Bonn

Tel.: 0228/3869060
Montag-Donnerstag:
9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr
Freitag: 9:00  - 12.00 Uhr

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